Iffland, TheaterMuseum und das Berliner Stadtschloss

Am 22.September 2014 jährt sich der Todestag von August Wilhelm Iffland zum 200.sten Mal.
Er kann wohl getrost als einer der bedeutendsten, wenn nicht sogar als DER bedeutendste Mann des deutschsprachigen Theaters seiner Zeit und darüber hinaus bezeichnet werden.
Als Schauspieler und Dramatiker, vor allem aber als Intendant in Berlin war er prägend. Seine umfangreiche Korrespondenz, zuletzt im Besitz des Berliner TheaterMuseum im Stadtschloss schien verloren. Aber Ende 2013 tauchte sie auf spektakuläre Weise wieder auf und befindet sich nun wieder im rechtmäßigen Besitz des Landes Berlin.
Insbesondere unser Ehrenmitglied Frau Dr. Ruth Freydank konnte diesbezüglich wichtige Beweise liefern.
Der pressewirksame „Skandal“ brachte den Namen Iffland einer grösseren Öffentlichkeit näher und führte zumindest vorübergehend dazu einmal laut über die Wiedereinrichtung eines TheaterMuseums nach zu denken.
Aber kaum, dass das die Unterlagen wieder in entsprechenden Archiven verschwunden waren, erfreuen sich zwar die Wissenschaftler an diesem Schatz, bleibt die Öffentlichkeit aber weiter aussen vor.
Wir hoffen, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung zügig voran schreitet und die Ergebnisse auch dem interessierten Laien zugänglich gemacht werden. Und trotz der unzähligen kostenintensiven Großprojekte in dieser Stadt sollte die Idee des TheaterMuseums nicht in Vergessenheit geraten. Zumal sein ursprünglicher Standort, das Berliner Stadtschloss, gerade neu ersteht und zu einer Erweiterung der Museumsinsel wird. Neben den Kulturen der Welt gehört unzweifelhaft das maßgebliche kulturelle Schwergewicht: die Welt des Theaters, zwingend dazu!

Lesen Sie auch in der Ausgabe 005 von DIE VIERTE WAND die Anmerkungen von Frau Dr.Freydank zum „Fall Fetting und den Iffland-Akten“.

Online-Ressourcen zu Iffland:
Wikipedia
Friedrich-Schiller-Archiv

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